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Der
noch erhaltene Drehscheibenkran von 30 t Tragkraft, der zum Löschen und Laden
einzelner schwerer Frachtstücke sowie zum Bewegen größerer
Ausrüstungsgegenstände für die Schiffe erforderlich war, wurde ebenfalls mit
Druckwasser vom Kraftwerk betrieben. In dem Gebäude nördlich der kleinen
Kaiserschleuse galt die Beleuchtung als besonders fortschrittlich. Der Strom für
die Bogenlampen wurde von zwei Wechselstromgeneratoren, die von zwei
Dampfmaschinen angetrieben wurden, erzeugt.
Das Hydraulikgebäude diente nur kurze Zeit seinem vorgesehenen Zweck, denn der weitere Ausbau der Hafenanlagen erforderte leistungsfähige Maschinenanlagen, so dass ein neues Maschinenhaus in südlicher Nachbarschaft erbaut werden musste. Das neue Kraftwerk, ein gleichfalls imposanter Bau, der den Blick auf das Hydraulikgebäude weitgehend verstellte, wurde 1984 abgerissen. Aus dem alten Gebäude wurden 1910 die Hydraulikstempel entfernt, und das Gebäude wurde zur Reparatur für den Maschinen- und Elektrobetrieb umgebaut. Um die notwendigen Sozialräume zu schaffen, musste ein Erweiterungsbau dem alten Gebäudekomplex angegliedert werden. Das Hydraulikgebäude gehört zu den wenigen bemerkenswerten technischen Denkmälern in Bremerhaven. Im Jahre 1984 wurde das alte Kraftwerk in die Denkmalliste der Stadt aufgenommen.
Auf seine ursprüngliche Funktion weist im Innern des Gebäudes nichts mehr hin. Kaum zehn Jahre nach der Inbetriebnahme im Jahre 1897 wurden alle Antriebsmaschinen wieder demontiert. Bis in die 1980er Jahre diente das Haus lediglich als Werkstattgebäude, schließlich verlor es auch noch die letzte Funktion. Das neue Kraftwerk wurde 1988/89 abgerissen.
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Unser Förderverein ergriff daher 1995 die Initiative, die Innensanierung des Hauses voranzubringen, um es anschließend einer gemeinnützigen Verwendung zuzuführen. Gedacht ist an einen multifunktionellen Veranstaltungsort, der ganzjährig für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt werden kann. An dieser markanten Schnittstelle zwischen Deichpromenade und Überseehafen ist inzwischen ein attraktiver Ausstellungs- und Veranstaltungsort entstanden, der auch eine weitere Anlaufstelle für Seestadt-Besucher und Touristen geworden ist. Im Jahre 2007 wurde das Gebäude zu einem Informationszentrum für den Neubau Kaiserschleuse umgebaut.
Die Veranstaltungen im Alten Kraftwerk an der Kaiserschleuse waren vielseitig, so u.a. Vorträge, Lesungen, Workshops, maritime Konzerte, Musikveranstaltungen aller Art, zeitlich begrenzte Ausstellungen über Schifffahrtsgeschichte, Maritimer Denkmalschutz usw.. Seit 2008 bis 2010 finden dort keine Veranstaltungen statt. Die Vereinsgaststätte "Altes Kraftwerk" hat zum 31.12.2008 ihren Betrieb eingestellt.
Fotos: Gottfried Hilgerdenaar, Rolf Pilz, Manfred Schüler, Graphik: Alexander Cordes.
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